Darauf habe ich mich schon lange gefreut. Einmal oben auf dem Radar Tepe übernachten und die fantastische Aussicht über das Meer und die griechischen Inseln geniessen. Und am Abend den Sonnenuntergang geniessen.
Nach dem morgendlichen Gassigang entlang des Flusses endlich einmal ein reichhaltiges türkisches Frühstück und kein Fast Food.
Anschliessen ausschicken, einladen und noch schnell zum einkaufen ins Migros. Leider nur ein kleiner Laden und so bekam ich nur das nötigste.
Dann eine halbe Stunde Fahrt zum Einstieg auf die Piste nach oben auf den Radar Tepe. Noch ein kurzer Halt am See und dann hinauf. Zunächst auf enger asphaltierter Strasse in einigen Kehren nach oben. Ich bemerkte gleich, dass die Piste weiter oben deutlich verbreitert wurde. Und war gespannt ob die Piste ganz oben noch so grob wie 2024 war.
Der Weg wurde etwas grober blieb aber moderat. Am ersten Aussichtspunkt auf einem größeren Platz hielt ich an, weil man von dort aus eine fantastische Sicht auf die Itzutzu Beach und Dalyan hat. Dort traf ich eine Türke Familie mit ihren Töchtern. Dank Google Übersetzer konnten wir uns etwa eine Stunde lang unterhalten. Ich hatte ja Zeit, wollte ja eh dort oben übernachten und es war noch früh.

Wir verabschiedeten uns und ich freute mich auf den gröberen Teil, musste aber feststellen, dass dieser auch etwas entschärft wurde, Dennoch war es etwas holprig und ich schaltet auf Offroadmodus um meine Bodenfreiheit etwas zu erhöhen.
Gespannt war ich auf den Platz den ich mir als Übernachtungsplatz ausgesucht hatte. Vorne, links und rechts nichts ausser Steilhang und einen 200 Grad Blick auf das Meer und die Inseln. Den Platz gab es noch, aber die Bäume rings herum die etwas Schutz boten ohne die Sicht zu beeinträchtigen waren weg. Also ein Platz auf dem Präsentierteller.

Oben auf der Anlage auf dem Gipfel, nur wenige Höhenmeter entfernt, soll es Kameras geben. Ich begann zu zweifeln ob ich hier bleiben soll. Von oben hatte ich natürlich auch einen guten Blick auf den Weg der mich nach oben führte und erspähte weiter unten eine Möglichkeit.
Ich fuhr aber erst noch bis zur letzten Kurve vor dem finalen Stück nach oben hinauf, weil ich auch dort die Aussicht auf die andere Seite geniessen wollte. Den Weg nach oben ersparte ich mir diesmal, weil der Weg oben einfach vor dem Nichts endet und etwas breiter als das Fahrzeug lang ist. Das heisst also auf engstem Raum wenden wobei hinter dem Fahrzeug die Tiefe lauert. Rückwärts probierte ich 2024, das war keine Option. Stattdessen erwog ich zu Fuß nach oben zu marschieren. Aber bei 35 Grad in der Sonne war es dem Bichon doch zu heiss. Schade. Aber ich war ja schon mal oben.

Ich wendete und fuhr hinunter. Der mögliche Campspot erwies dank eines Zaunes als nicht erreichbar und so beschloss ich zurück zu fahren und noch eine Nacht im Hotel zu verbringen.
Zunächst kam es aber doch anders, denn an einem Abzweig konnte ich rechts abbiegen und ich beschloss diesen Weg doch einmal zu erkunden. Ich wusste, dass er unten ans Meer zu einer kleinen Bucht mit einem kleinen Strand führt. Die Strasse führte mit vielen Kurven und eng nach unten. Irgendwann fiel mir scharf links am Hang ein scheinbar verlassenes kleines Restaurant auf. Ich fuhr ein Stück weiter um an einer geeigneten Stelle zu wenden und stattete dem Objekt einen Besuch ab.
Es schien niemand da zusein. Aber hinter einem Fenster entdeckte ich jagend der auch gleich herauskam. Ich bestellte einen Tee und wir setzen uns draussen auf die Veranda mit einem einmaligen Blick auf das Meer. Ein leichter Wind sorget für angenehme Temperatur. Ein Platz wo ich mich Stunden hätte aufhalten können um diese Aussicht zu geniessen. Einer der schönsten Plätze die ich bisher sah. Nun, es kam wie es kommen musste, der Herr, Sahin, sprach deutsch und wir unterhielten uns über zwei Stunden lang. Wieder eine schöne Begegnung. Als es politisch wurde hielt ich mich zurück. Überraschend war auch seine Sichtweise auf das Verhalten der deutschen Polizei bei Demonstrationen. Aber das will ich hier nicht vertiefen. Aber es ist wichtig auch einmal zu hören wie andere denken, wie andere über Deutschland denken. Mitunter wird man sich die Augen reiben.
Er bestätigte mir auch meine Vermutung, dass das Betreten des Waldes wegen Waldbrandgefahr verboten ist. Also lieber nicht campen.
Schliesslich verabschiedeten wir uns und wir fuhren zurück ins Hotel. Übrigens wer Interesse hat, sein Anwesen ist zu verkaufen. 600.000 EUR. Ein Preis den dieser Platz sicher wert ist.
Gefahren Km: 33
Hotel: Riverside, Dalyan
