Barla
Barla

Barla

Nach einem traditionellen umfangreichen Frühstück im Garten der Pension brachen wir auf. Zunächst allerdings erst noch einmal zum Salda Gölü, wenn man schon über 4.000 km gefahren ist sollte man die vier  Kilometer zum See nicht scheuen. Und er zeugte sich in seinen schönsten Farben. Die Drohne durfte auch noch einmal aufsteigen.

Heute sollte es bei Barla über die Berge nach Atabey gehen. Nach fast 2 Stunden Fahrt war Senirkent erreicht. Die Gegend bis Senirkent ist Anbaugebiet von Lavendel. Lavendelfelder habe ich jedoch nur wenige gesehen.

Ab Senirkent ging es dann quer über den Berg auf einer Piste die nicht sonderlich anspruchsvoll war nach Barla. Aber die Piste führte immer weiter hinauf und die Ausblicke auf den Egirdir Gölü waren absolut sehenswert. Später ging es vorbei an einigen interessanten Felsformationen entlang einer Schlucht.

Der Aufstieg verlief grösstenteils durch Wald. Noch kann man die Aussicht auf den See geniessen. Wenn die Bäume links und rechts der Piste größer sind wird die Strecke ihren Reiz verlieren.

Der Abstieg hinunter nach Barla bot wieder fantastische Ausblicke auf die Landschaft und den See, da es kaum Bäume, sondern nur vereinzelt Sträucher gibt. Während er Fahrt hinunter scheuchten wir zwei Hirtenhunde auf die uns eine ganze Zeit lang mit lautem Gebell hinterher rannten, vor das Auto liefen und sich überhaupt nicht irritieren ließen. Aber es sind Hirtenhunde und irgendwann lassen sie ab, da sie ja sonst nicht mehr ihrer Aufgabe die Herde zu überwachen nachkommen können.

In Barla ging es nur einige Kilometer auf der Landstrasse weiter bis zum Einstieg der Piste nach Atabey. Zunächst durch Felder auf sehr enger Piste noch eben und dann immer mehr ansteigend. Der Egirdir Gölz lag nun hinter uns und die Gipfel vor uns. Die Temperatur fiel auch etwas ab und es wurde erträglicher. Der Plan war heute nicht bis Atabey zu fahren, sondern endlich mal ein Camp in der Natur aufzuschlagen. Nach wenigen Kilometern bergauf nach einer Kurve sah ich rechts eine Möglichkeit, ein kleines Plateau welches Schutz durch einige Büsche bot.. Es war ein guter Platz mit einer tollen Aussicht auf den See. Hier bleiben wir.

Camp Barla

Da wir recht früh gegen 15:00 Uhr hier ankamen konnte ich endlich etwas mehr Zeit mit dem Bichon verbringen. Er bekam endlich sein Fressen und konnte, wenn auch an der Leine, ein wenig herumlaufen. Die leine musste sein, weil ich mit Hirtenhunden der Schäfer oben auf dem Berg rechnet die sicher gegen Abend ihre Herde nach unten trieben. 

Und es dauerte auch nicht lange, da waren wir von Kühen umgeben. Sicherheitshalber setzte ich den Bichon auf die Heckklappe, den er war schon sehr erregt, war das doch wieder ein neues Erlebnis für ihn. Der Hirte kam auch vorbei und wir begrüßten uns. Er musste aber gleich weiter.

Kaum waren die Kühe vorbei stand auf einmal ein recht großer Hirtenhund mit einem Stachelarmband neben mir. Trotzdem dass er friedlich war zog ich es vor uns beide in das Auto zu verfrachten. Der Hund verzog sich und ich stieg aus und schon begrüsste mich der Schäfer. Er weiß seine beiden Hunde ihre Arbeit machen und setzte sich zu uns. Mit dem Übersetzer unterhielten wir uns ein wenig und dann brach er wieder auf.

Ich gönnte mir nun auch eine Mahlzeit. Anschliessend hieß es Gassi gehen in der Wildnis. Nicht allzu weit weg, denn da können ja doch noch Herden mit Hütehunden kommen. Nein, es kamen keine und wir kamen stressfrei zurück zum Auto. In der Tat dauerte es nicht lange und zwei weitere Schafherden zogen vorbei.

Hirtenunterkunft

Die Sonne verschwand schon hinter dem Berg und ich beschloss früh ins Zelt zu verschwinden. Nun ja, jetzt ist es doch wieder 22:00 Uhr geworden. Die Hoffnung, dass die Arbeiten in einem Marmorsteinbruch weiter oben am Berg nachts aufhören begrabe ich jetzt. Das Gehämmert muß ich eben aushalten. Den Bichon stört es nicht, der schläft schon.

Sonnenuntergang über dem Egirdir Gölü

Gefahrene Km: 201

Camp Barla Mountain