Morgens schnell Gassi, eher nicht der Rede wert, da es hier in diesem Hotel nur den Hotelparkplatz unterhalb der Strasse gibt. Also nur ein paar Runden gedreht un dann hoch aufs Zimmer und alles wieder ins Auto schaffen.
Ich beschloss doch zwei neue Reifen bei diesem Reifenhändler zu ordern und würde die Lieferzeit von zwei Tagen in Kauf nehmen. Der Herr war aber sehr lustlos und so nahm ich eben sein Angebot an einen relativ abgefahrenen Grabber für 80 Euro zu erwerben. Immerhin wieder ein intakter Ersatzreifen. Ich gehe davon aus, daß Meister Kölsch etwas an seinem Disco anbauen muß. Es ist schwierig nur einen Reifen zu bekommen habe ich gelernt.

Während der Montage durften wir uns in der Sonne aufwärmen bei angenehmen 29 Grad. Uns Wasser anzubieten war bei diesem Preis nicht drin. Türkei, ich freue mich wieder bei euch sein zu dürfen.
Ich beschloß dann noch schnell die Sanddünen zu besuchen, fand den Einstieg nicht. Die Lustlosigkeit muß ansteckend gewesen sein.

Also kehrt und auf nach Montenegro. Pluzine sollte das Ziel werden. Die Fahrt dorthin zog sich wieder und als ich die Oiva erreichte erinnerte mich 2025 auf der Rückreise einen tollen Campingspot gesehen zu haben. Die Idee ein Hotel zu buchen verwarf ich sogleich und machte mich auf den Weg nach Martinje.
Die Zufahrt erfolgt durch einen plötzlich rechts abgehenden Tunnel die man sehr leicht verpassen kann. Die Strasse windet sich an der Bergflanke oberhalb des Pivastausees in vielen Kurven durch mehrere kleine Tunnels nach Martine. Der Einstieg zum Campspot ist leicht zu finden.

Mit Freuden stellte ich fest, daß ich nur der dritte im Bunde auf diesem sehr weitläufigen Platz direkt am Ufer des Sees war.
Als Nummer Zwei abrückte okkupierte ich gleich dessen im tieferen hinteren Teil gelegenen Platz.
Gerade als ich das Zelt aufstellte zog ein Gewitter auf. Also wieder schließen und ab ins Auto. Dort verbrachten wir dann knapp zwei Stunden. Der Bichon ruhte und erfreute sich wahrscheinlich an der eingetretene Kühle und ich betrieb Datensicherung und machte mir Gedanken wie die Reise weiter verlaufen soll.
Endlich hörte der Regen auf und es klarte tatsächlich wieder auf.

Aber jetzt erst mal raus und der Bichon durfte ohne Leine das Gelände erkunden was fantastisch funktionierte. Er entfernte sich nie weit von mir und folgte mir. Ins Wasser ließ ich ihn wegen seiner Verletzung nicht. Er ging aber von selbst ans Ufer und schlabberte das Pivawasser.

Nun wollte der Hund aber auch seinen Spass haben und forderte mich auf seinen Ball rauszuholen. Den sollte ich Möglichste weit werfen damit er ihn zurückbringen kann. Das ging so eine halbe Stunde lang. Runde zwei war dann mit 15 Minuten zu Ende.

Aus dem vorbereitetem Lagerfeuer wurde dann nichts, weil das Holz wieder naß war und es schon spät war. Der Hund musste versorgt und das Dachzelt für die Nacht vorbereitet werden. Und ich war hundemüde.
Ich versuchte den Disco mit dem Xlifter auszunivellieren. Das klappte aber nicht und nach einigem Hin und Herfahren fand ich eine halbwegs horizontale Position. Beim nächsten mal tanken muss ich den Xlifter mal neu Kalibrieren. Das geht nur auf einer waagerechten Fläche und da bieten sich Tankstellen an.

Gegen 21:30 Uhr krochen wir ins Zelt. Der Bichon nervte mich mit reichlich Gewinsel und Werklerei. Gerade als ich doch eindöste reichte es mir und ich kletterte noch einmal mit ihm aus dem Zelt. Unten schnüffelte er ein paar Mal, weiter nichts. Toll. Wir kletterten also wieder hinauf ins Zelt und er gab Ruhe. Verstehe einer den Hund.
Gefahrene km: 210
Unterkunft: Campspot Mratinje
