26.06.2026 Die Nacht in Niksic war nicht angenehm, bis der Bichon zur Ruhe kam dauerte es und das Bett war nicht das allerbeste. Und genau so versprach der Tag weiterzugehen.
Nach Gassi gehen packen, Schlüssel abgeben und ab zum Tierarzt. Die Tierärztin war gleich gefunden. Die Praxis würde sicher jeden klassischen Deutschen abschrecken. Muss ja alles immer am besten wie beim Apfel aussehen. Nein, weit gefehlt. Aussen drei Käfigboxen mit Hunden gross wie ein Schäferhund drin. Sie hatten Glück, als ich kam bot der Disco ihnen und den Katzen etwas Schatten. Das Gebäude, naja. Aber was dann kam war mehr als vorbildlich. Der Bichon kam gleich dran, bekam eine Injektion und weiteres Antibiotika für die nächsten Tage. Dann bekam ich nach Überprüfung des Heimtierausweises auch noch mir fehlende Dokumente wie die Bestätigung der Reisefähigkeit und des Gesundheitszustands des Hundes und Bestätigung der Verabreichung der Mittel gegen Parasiten. Per Email werde ich noch eine weitere Bescheinigung vom Veterinäramt bekommen. In drei Tagen solle ich ein Bild von seiner Wunde schicken damit die Tierärztin sehen kann wie der Heilungsprozess bis dahin verlaufen ist. Und damit der Bichon sich nicht weiter selbst auffrisst bekam er dann doch noch eine Halskrause verpasst. Das klappte allerdings ersten im zweiten Zoofachgeschäft. Leider war die zu klein und ich kaufte zwei in der Hoffnung die irgendwie verbinden zu können.
Diese Tierklinik kann ich nur absolut empfehlen. Kompetent und routiniert, schnell und fürsorglich. Die Kosten betragen weniger als ein Drittel der Preise deutscher Praxen. Und Montenegro würde ich nicht als billiges Reiseland bezeichnen.
Die Weiterfahrt zog sich trotz der immer interessanter werdenden Landschaft vor Kotor, Schliesslich war es soweit. In einer Haltebucht auf der anderen Seite der Strasse hinunter nach Kotor hielt ich an. Dort offenbarte sich ein phänomenaler Blick auf die Bucht von Koto4 und auf Kotor.

27.06.2026 Die Pläne für den nächsten Tag konnte ich dann doch nicht komplett umsetzen. Die durch das Ausweichmanöver verursachte Unordnung aufzulösen und alles besser zu verzurren dauerte schliesslich zwei Stunden. Der Bichon ruhte derweil am Pool unter einer Liege im Schatten.

Als nächstes zum Hundefachgeschäft nach Budva, denn die beiden Halskrausen konnte ich nicht so verbinden dass der Hund nicht mehr an sein Bein kam um daran rumzuarbeiten. Budva auch wieder völlig überlaufen, aber was muß das muß.
Im Pet Shop angekommen wurde ich gleich auf den Privatparkplatz eingewiesen, denn Parken an der Strasse kann kostspielig werden heisst es. Ob da der eingeschaltete Warnblinker hilft vermag ich nicht zu sagen. Sieht man jedenfalls allenthalben.
Im Laden wurden wir fündig und ich nahm gleich noch ein paar Päckchen Naßfutter mit. Und das der Junge Mitarbeiter gut englisch konnte kam gleich wieder ein interessantes Gespräch über die Verhältnisse im gesamten Balkan zustande. Nun, ich gebe nicht auf uns setzte dennoch auf die Willenskraft der Jugend.
Die Rückfahrt gewährte wieder fantastische Ausblicke auf das Meer. Die Badebuchten waren überfüllt. Baden fiel aus. Kommt ja noch. Also Supermarkt.
Das ist mit Hund immer stressig, denn was bleibt mir übrig als ihn im Auto zu lassen bei 35 Grad? Muss also alles schnell gehen. So wird der Einkauf zum Stressor.
Aber der Bichon ist tapfer und dafür gab es auch eine Belohnung: Wasser erst in der Villa Luca. Dort fasste ich den Entschluss doch noch einen Tag dranzuhängen und ich bekam eine sehr guten Preis.
Den Rest des Tages Ball spielen, Gassi gehen, relaxen, runterkommen. Alles für den Hund getan. Und dann ´fragt nicht ein Freund ob ich denn jetzt Schuhe für den Hund gekauft hätte? Mist. Doch nochmal in den Pet Shop. Cash geht auch aus. Aber Schuhe und Cash gibt es in Budva und das liegt ja auf meinem Weg.


28.06.2026 vvv
Gefahrene km: 125
Unterkunft: Apartment Luca, Krimovica, Montenegro
