Big Trip 2026 – Salda Gölü
Big Trip 2026 – Salda Gölü

Big Trip 2026 – Salda Gölü

Die Entscheidung war gefallen. Zum Salda Gölü sollte es gehen. Die Strecke die ich mir über Maps rausgesucht hatte gefiel Google nicht und änderte sie aus mir unerfindlichen Gründen ab was ich leider zu spät bemerkte.

Aber auch diesmal folgte dem Schlechten das Gute, denn die Stecke führte mich auf einer kurvenreichen holprigen schmalen Strasse hoch hinauf auf 1000 m durch Wald mit wenig Aussichtspunkten.

Vereinzelt tauchten ein paar Häuser auf. Nach derm Erreichen der Passhöhe ging es ebenso wieder hinunter nur Ausblicke gab es jetzt mehr. Die Strasse wurde besser und bald war der erste kleine Ort erreicht. Von dort aus ging es dann auf die hervorragend ausgebaute D330 nach Tavas. Von der Ferne konnte man bereits den Bozdag mit einer Höhe von 2419m sehen.

Schliesslich der erste Blick von oben auf den Salda Gölü. Ich war gespannt ob ich meinen Platz für die Nacht wiederfinden würde. Auf Seehöhe angelangt bin es auf enger holpriger Strasse nahe am See entlang. Die Aussicht auf den See wurde durch den Baumbestand am Seeufer etwas eingeschränkt und Haltemöglichkeiten gab es kaum oder waren belegt.

Schliesslich wechselten die Bäume mit Gebüsch ab und tatsächlich fand ich nach einigen Kilometern den Einstieg zu meinem Campspot.

Ich führ zunächst wow weit möglich hinunter ans Ufer. Diesem sollte man aber nicht zu nahe kommen, denn sonst benötigt man einen Traktor, da ma auf diesem Untergrund leicht einbrechen kann.

Salda Gölü Türkei

Der Bichon musste natürlich mit dem Wasser in Berührung kommen und so gingen wir hinunter. Die Hitze mit 35 Grad machte ihm zu schaffen und Schatten gab es nicht. Er versuchte auch mal das stark alkalische magnesiumhaltige Wasser. Auffallend waren jede Menge beissende Fliegen und auch der aufkommende Wind. Kein gutes Omen.

Picasso, der Bichon am Salda Gölü

Wir gingen zurück zum Fahrzeug und ich fuhr zum Stellplatz. Mir schwante nichts Gutes. Und tatsächlich waren diese Fliegen überall und unerträglich, denn auch Antibrumm versagte. Dem Bichon gefielen die Stiche wohl auch nicht, den er jaulte einmal auf.

Es half nichts, das mit campen wird nichts. Also ein Hotel gebucht. Es gab nur zwei zur Auswahl. Ich entschied mich das  in Fahrtrichtung gelegen Hotel im nächsten Ort.

Dort wurden wir gleich herzlich empfangen, für mich gab es Kuchen , Tee und Arsure, eine süsse Suppe. Das Hotel scheint ein alter türkische Bauernhof zu sein, die Zimmer einfach und urig. 

Nun musste der Hund versorgt werden und beim Gassigehen hatten wir natürlich wieder mit anderen Hunden zu tun. Aber es gab kein Problem.

Abendessen für mich bestand aus einem Rest von Brot und Käse. Schliesslich musste noch die Entscheidung getroffen werden wie es am nächsten Tag weiter gehen sollte. Zwei Tage am See zu campen war ja nun hinfällig. Langsam wurde mir das auch zu hotellastig.

Den ursprünglichen Plan nach Kumluca zu fahren und von dort in die Berge verwarf ich nach langem überlegen und entschied mich über Burdur nach Senirkent und von dort in die Berge zu fahren. So soll es sein.

Gefahrene Km: 260

Gesamt km bisher 4.478

Hotel: Koca Kapi Konaklama, Salda Gölü