Big Trip 2026 – Durmitor
Big Trip 2026 – Durmitor

Big Trip 2026 – Durmitor

Die Nacht erwies sich als kühl und feucht. So war es auch im Zelt. Die Powerbank schaffte es nicht die Heizdecke zu aktivieren. Also Augen zu und weiter durch.

Früh um Sechs klingelte das Handy und nichts wie raus aus der Feuchtigkeit. Draussen konnte man schon die ersten wärmenden Sonnenstrahlen einfangen. Nach einigen Runden über den Platz schnell das Frühstück für beide zubereiten und nach dem Frühstück abwaschen und zusammenpacken.

ein letzter Blick zurück

Der Bichon sollte nun doch endlich zum Tierarzt. Niksic lag in meiner Richtung und dort gab es Tierärzte. Den Weg dahin sollte über die Durmitor Panorama Road führen. Auf die Offroadpiste verzichtet ich wegen des Hundes. Die bin ich ja schon drei Mal gefahren.

Wir fuhren den Weg zurück und nach dem Tunnel rechts über die Pivastaumauer Richtung Pluzine. Die Strasse ist inzwischen mit bestem Belag versehen und schmiegt sich entlang der Steilküste mit vielen tollen Ausblicken auf den Pivastatusee. Vor Pluzine dann scharf links der Abzweig in den Tunnel ausgeschildert mit Trsa. Diese Strecke ist sicher eine der schönsten bei Pluzine. Diese schmale Strasse führt in vielen Serpentinen und durch viele kleine Tunnels steil nach oben. Immer wieder gibt es Möglichkeiten anzuhalten und die tollen Ausblicke hinunter auf den See zu geniessen.

Piva Bridge

Nachdem die engen Kurven gemeistert sind zweigt der Weg scharf rechts ab hinauf zum Durmitor. Jenseits der Baumgrenze bieten sich fantastische Ausbliche über die weite grasbewachsenen Landschaft bis zum Horizont wo die mächtigen Berge Montenegros die Hochebene begrenzen. Es ist unbedingt zu empfehlen in dieser Landschaft an geeigneter Stelle anzuhalten und den Duft der Gräser und Blumen, den Blick auf die noch liebliche Landschaft zu geniessen. Gut, Raucher brauchen das wohl nicht.

so viele Aromen

Auch wenn es immer wieder mal leicht bergab geht führt die Strasse immer weiter hinauf bis man auf einmal die Riesen Montenegros vor Augen hat.

Die Landschaft mit den hohen Felsformationen wirkt nun rauher. Der Wind wird stärker und ist kühl. Die Sonne brennt herab. Irgendwann erreicht man ein Steilstück durch das die Strasse in sehr engen Kehren steil nach oben führt.

Serpentinen

Mit Gegenverkehr ist immer zu rechnen und reversieren ist mehr als einmal notwendig. An Aussichtspunkten kann es wegen parkender Autos sehr eng werden. Einmal blockierte ein Motorradfahrer die Strasse zwischen zwei parkenden Autos an einem solchen Aussichtspunkt. Er war nicht in der Lage seine Maschine rückwärts zu bewegen und so tat ich ihm den Gefallen und fuhr etwas links die Böschung hinauf was allerdings nur begrenzt möglich war. Aber irgendwie schaffte er es dann vorbeizukommen. Es ist immer auch mit unerfahrenen Touristen zu rechnen die mit ihren Mietautos von Zabljak aus hinauf fahren. Da hilft nur Nachsicht walten lassen. Ebenfalls wird die Ringstarsse natürlich sehr gerne von Motorradfahrern frequentiert. DIe Kurven sind eng und nicht immer einsehbar.

Wilde Pferde kann man ebenfalls zu Gesicht bekommen. Mitunter wollen sie die Strasse nicht freigeben. Auch Hupen schreckt sie nicht unbedingt ab.

Einheimische bieten Honig und Käse zum Kauf an.

Diese Strasse darf sich mit Recht Panoramastrasse nennen.

Irgendwas endet das Vergnügen und mein Weg führt weiter nach Niksic wo ich ein Apartment beziehe und dort endlich zum Tierarzt zu gehen.

See vor Niksic, Montenegro

Wohin es danach geht weiß ich noch nicht. Aber vielleicht fällt es mir noch rechtzeitig ein.

Gefahrene km: 63

Unterkunft: Apartment MG Niksic