Es zeigte sich dass die Eingebung zwar kam, aber schliesslich lief gleich morgens gar nichts mehr nach dem Plan der Eingebung.
Beim frühmorgendlichen Gassigang hinauf zum Gipfel wurden wir sogleich von zwei Hirtenhunden verjagt. Ich gestehe, diesmal war mir diese Begegnung nicht geheuer. Aber ich dachte mir die werden sehen dass wir abrücken und dürfen sich ja bestimmt nicht weit von der Herde entfernen.
Also den alternativen Weg hinab Richtung Rakitnica Schlucht. Der war nicht ohne direkt am Abgrund. Ein paar Ausrutscher musste ich hinnehmen. Ob das ein Zeichen war? Jedenfalls war der Weg durchaus interessant mit tollen Ausblicken und auch dem Bichon machte es wohl Freude durch das unwegsame Gelände zu laufen.
Danach alles wieder verladen und bezahlen. Der Preis war definitiv überhöht für diese Rumpelkammer. Aber ich habe selten so gut geschlafen. Muss an der Füllung mit Schafwolle gelegen haben.
Der Wirt und ich unterhielten uns noch und er fragte mich ob ich seinen kranken Sohn mit hinunter ins Tal nehmen kann. Da konnte ich nicht nein sagen was mir gleich die nächste Verzögerung einbrachte. Die Drohne blieb dann auch in der Tasche statt in der Luft.
Um den Gast mitnehmen zu können musste ich erst mal die Innereien meines Disco umverteilen um den Beifahrersitz wieder frei zu bekommen, den der gehörte ja dem Bichon.
Unten in Kuiprac angekommen verabschiedete ich mich von meinem Gast und fuhr weiter Richtung Foca. Kurz vor Foca war es dann so weit. Full Stop. Auf einer Brücke in einer Kurve kam mir ein Sprinter entgegen mit der Tendenz sich immer mehr von meiner Fahrspur zu vereinnahmen. Ich hatte die Wahl zwischen Frontalcrash und ausweichen. Nur viel Platz war da nicht und ich erwischte den Bordstein. Klar was dann passierte. Ich hoffte nur die Felge blieb ganz.
Glücklicherweise gleich nach der Brücke ein freier Platz. Also halten und das Problem lösen. Und das in der prallen Sonne. Nun, der Reifen war mehrfach aufgeschlitzt und die Felge war in Ordnung. Wagenheber und Unterlegplatte raus und hoch mit dem Disco.


Der Reifen war binnen acht Minuten gewechselt, das hin- und herräumen dauerte deutlich länger. Das Problem war nun, dass ich keinen Ersatzreifen mehr hatte.



In Foca machte ich Halt bei einem Reifenhändler. Der könnte mir binnen zwei Tagen zwei Reifen besorgen und alternativ einen 5 Jahre alten passenden abgefahrenen Grabber für 80 EUR anbieten. Das war mir dann doch zuviel. Dann lieber zwei neue. Aber für die beiden angeboten BF Goodrich KO3 Repliken konnte ich mich wegen des groben MT Profils dann doch nicht entscheiden zumal die möglicherweise in D auch nicht zugelassen sind. Die Standard-Disco Bereifung ist einfach unglücklich gewählt und umrüsten ist sehr kostenspielig.
Das gebuchte Hotel erwies sich auch als Reinfall, die Wirtin hatte einen Fehler gemacht. Also eine Alternative gesucht und gefunden. Kostete aber auch wieder Zeit.
Im Hotel angekommenbemerkte ich dass es mit meiner Ausgeglichenheit un vorbei war. Obendrein musste ich feststellen , dass der Bichon weiter an seiner Wunde gearbeitet hatte. War aber nicht erfolgreich: durch sein Lecken und Nagen hatte er es nur verschlimmbessert. Meine Bemühungen da irgendwie einen Verband herumzubekommen scheitert auch wieder an seiner Nagefreude.
Alles in allem doch ein großartiger Tag.
Gefahren km: 210
Unterkunft: Apartment Braca Kovacevic
